Blumen auf dem letzten Weg – über den Tod

Wenn in Indien jemand stirbt, findet sich die ganze Trauergemeinde am Wohnort des Verstorbenen ein. Meistens wird vor dem Haus ein Stoffzelt aufgebaut und viele Stühle werden arrangiert. Der Verstorbene wird aufgebahrt und alle nehmen Abschied und bringen Blumengirlanden. Es ist sehr wichtig, dass man den Körper nochmals sehen kann, um sich zu verabschieden und um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Durch das tropische Klima bedingt, geht es meistens schnell zum Krematorium. Auf einem Wagen wird der tote Mensch für alle sichtbar aufgebahrt und im Schritttempo zur nächsten Verbrennungsanlage gezogen oder gefahren. Hier im Süden gehen nur die Männer zum Krematorium. Je nach Kastenzugehörigkeit wird wild getanzt, getrommelt, Böller werden losgelassen und die Blumen der vielen Girlanden werden auf die Strasse gestreut. Manchmal geht es auch etwas ruhiger zu und man hört nur ein Muschelhorn.

Freunde – eine Geschichte aus der hinduistischen Götterwelt

Sudama stammte aus einer armen Brahmanen-Familie. Als Knaben wurden Sudama und Lord Krishna gemeinsam vom Weisen Sandeepany unterrichtet. Die beiden waren vorbildliche Schüler und eine tiefe Freundschaft verband sie. Sie nahmen ihr Lernen sehr ernst und halfen auch bei einfachen Aufgaben im Haushalt mit. Nachdem ihre Ausbildung zu Ende war, segnete sie ihr Guru und sie mussten schweren Herzens von einander Abschied nehmen …

Das Festessen – eine Geschichte aus der hinduistischen Götterwelt

Vor langer Zeit regierte Kubera über Lanka (heutiges Sri Lanka). Er war ein freundlicher König und teilte seine Güter und seinen Reichtum mit seinen Brüdern. Sein ehrgeiziger Bruder Ravana nutzte dies schamlos aus und scheute sich nicht davor ganz Lanka zu verlangen. Auf Rat von seinem Vater und um Blutvergießen zu verhindern, gab Kubera Lanka auf und überließ es seinem Bruder.

Er war verzweifelt, deprimiert und mittellos. Als treuer Anhänger von Shiva begann er darauf Tag und Nacht zu meditieren und zu beten. Er wünschte sich sehnlichst seinen Reichtum zurück …

Das Wettrennen – eine Geschichte aus der hinduistischen Götterwelt

Shiva und Parvati lebten mit ihren zwei Söhnen, Ganesha und Murugan auf dem Berg Kailash im Himalaya. Ganesha, der ältere Sohn, war weise, bescheiden und geduldig. Murugan, der jüngere Sohn, war intelligent, voller Energie und mutig. Die beiden liebten und achteten sich gegenseitig und machten ihre Eltern Shiva und Parvati sehr stolz. Eines Tages, als… Das Wettrennen – eine Geschichte aus der hinduistischen Götterwelt weiterlesen

10 Tage als Palmhörnchen-Mutter

Nun sind bereits 10 Tage vergangen, seit ich die Kleinen aufgenommen habe. Seit vorgestern hat nun auch Rosa beide Äuglein geöffnet und wirkt dadurch etwas wacher. Mein gestriger Versuch den beiden etwas zerdrückte Banane auf einem  Tellerchen zu servieren, scheiterte gänzlich. Die beiden haben nicht mal gecheckt, dass man Bananenbrei essen könnte, sind darin rumgelaufen… 10 Tage als Palmhörnchen-Mutter weiterlesen

Rajiv Gandhi Denkmal in Chennai

Schließlich fahren wir zum Denkmal. Eine schöne, gepflegte Anlage, die von vielen indischen Sonntagsausflüglern besucht wird, erwartet uns. Die sieben großen Säulen, die mit Zitaten von Rajiv Gandhi beschrieben sind, fallen auf Anhieb ins Auge.

Hier wurde Rajiv Gandhi an einer Kundgebung am 21. Mai 1991 von einer Selbstmordattentäterin der Tamil Tigers ermordet und mit ihm wurden 16 weitere Teilnehmer aus dem Leben gerissen. Rajiv Gandhi war von 1984 –1989  Premierminister von Indien und hatte gute Aussichten, wieder ins begehrte Amt gewählt zu werden …

Hari – neuer Spielkamerad

Auf dem Baugrundstück gegenüber ist eine Wächterfamilie mit ihrem kleinen Sohn Hariharan, kurz Hari genannt, hergezogen. Obwohl älter als Suriyan, ist er ganz schmächtig und etwa einen Kopf kleiner. Der Junge ist mehrheitlich sich selbst überlassen und spielt unbeaufsichtigt auf der Baustelle. Natürlich hat mich sofort das Mitleid gepackt. Erst war ich etwas unsicher, ob ich den Jungen wirklich zum Spielen einladen soll und darf. Meine Schwiegermutter hätte bestimmt keine Freude daran, wenn sie wüsste, dass ihr einziger Enkelsohn mit  einem „verwahrlosten“ Jungen aus einer unteren Kaste spielt …