Mutter Ganga – der heilige Fluss

Der Ganges ist mit über 2600 km der zweitlängste Fluss Indiens. Er entspringt im Himalaya im Bundesstaat Uttarakhand, durchfliesst die grosse Ebene Nordindiens und mündet schliesslich in Bangladesch in die Bengalische See.

Je länger er durch Indien fliesst, desto schmutziger wird er. Abwässer und Schadstofffe werden unbedacht in Indiens Flüsse geleitet. Mutter Ganga, wie der heiligste Fluss Indiens genannt und verehrt wird, ist davon nicht ausgeschlossen. Trotz der extremen Verschmutzung ist die Bedeutung des heiligen Wassers ungebrochen. Scheinbar hat man in Untersuchungen festgestellt, dass der Ganges im Vergleich zu anderen Flüssen Indiens über eine dreimal höhere Selbstreinigungskraft verfügt. Vielleicht wird der Fluss durch die vielen Gebete tatsächlich etwas gereinigt, wer weiss …

Haridwar – Baden im heiligen Ganges

Von einer Reise nach Haridwar, einer wichtigen Pilgerstadt am heiligen Ganges, träumt jeder gläubige Hindu. In dieser Stadt dreht sich alles um Religion, Tempel, Poojas und natürlich um das rituelle Bad im heiligen Fluss.

Von Schwester zu Bruder – Rakhi-Purmina

Heute ist Rakhi-Purnima oder auch Raksha Bandhan, ein hinduistischer Feiertag, der vor allem im Norden Indiens bekannt ist. Das Fest richtet sich nach dem Mond und findet immer im Monat Shravana, dem fünften Monat des hinduistischen Jahres, bei Vollmond statt. Es ist das Fest der geschwisterlichen Verbindung. Als Zeichen ihrer Liebe bindet die Schwester ein Rakhi-Band, das zuvor vor dem Hausaltar gesegnet wurde, ums Handgelenk des Bruders. Er dagegen überreicht daraufhin ein kleines Geschenk oder Geld und verspricht seinen Beistand und Hilfe.

Ausnahmezustand

Ich staune wiedereinmal mehr über dieses Land und seine Menschen. Der 94-jährige Ex-Chiefminister Karunanidhi liegt im Sterben und sein Zustand ist äusserst kritisch. Schon seit fast 2 Wochen im liegt er im Spital und hunderte von seinen treuen Anhängern belagern seither die Umgebung des Spitals. Doch nach der Ankündigung seines kritischen Zustandes hat sich die Menschenmenge um ein Vielfaches verdoppelt. Tausende von Menschen warten, schreien, weinen und schluchzen vor dem Spital. Man könnte meinen, all die Menschen hätten durch einen tragischen, schrecklichen Unfall ihre Kinder verloren. Karunanidhi ist ein indischer Politiker der DMK-Partei (Dravida Munnetra Kazhagam).

Bangen und Hoffen

Anstrengende und schwierige Tage liegen hinter uns. Zum 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, wurden wir mit Sorgen beschert. Kurz nach sieben Uhr morgens klingelte meine Schwiegermutter Sturm und ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Prabhu war schon aus dem Haus, weil er einen wichtigen Geschäftstermin hatte. Als ich im unteren Stock ankam, fand ich meinen Schwiegervater in einem erbärmlichen Zustand vor. Er war ganz schwach, seine Sprache stark beeinträchtigt und verlangsamt. Ich dachte sofort an einen Hirnschlag und reagierte sofort. Prabhu organisierte mir die Ambulanz und ich überzeugte meine Schwiegereltern, dass wir umgehend ins Spital müssten. Mein Schwiegervater sträubte sich zuerst, meinte er wolle noch warten und meine Schwiegermutter wiederholte ständig: „No ambulance, no ambulance!“  Die Gute wollte unbedingt Aufsehen in der Nachbarschaft vermeiden. Doch die Ambulanz war schnell vor Ort und ich fuhr hinten neben der Liege mit meinem Schwiegervater mit Blaulicht ins Spital.