Das grosse Abenteuer der kleinen Rosa – Neues von meinen Palmhörnchen

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Ich gebe es zu, ich habe die kleinen Löcher im Drahtgitter gesehen. Doch die waren klein, eindeutig zu klein für ein Hörnchen und so habe ich ihnen nicht weiter Beachtung geschenkt.

Erst vor drei Tagen als Rosa plötzlich, wie durch Zauberhand, verschwunden war, habe ich entdeckt, dass meine beiden Süssen inzwischen Schwerstarbeit geleistet hatten. Ein Loch war stark vergrössert, genau passend für ein Hörnchen. So wurde das Rätsel schnell gelöst. Rosa war ausgebüxt, entflohen aus dem vertrauten Umfeld, auf Entdeckungsreise in die weite Welt unseres Quartiers. Mr. Speedy sass alleine im Badezimmer und schaute mich mit seinen schwarzen Knopfäuglein etwas mitgenommen und deprimiert an. Er schien nicht grade glücklich über sein unerwartetes Alleinsein. Sofort machte ich mich auf die Suche. Pfeifend und rufend ging ich ums Haus herum und auf die Dachterrasse. Doch von Rosa keine Spur. Den ganzen Tag über machte ich mir Gedanken, ob die Kleine es wohl schaffen würde und immer wieder besuchte ich Speedy, der sich nicht getraute durch das Loch zu schlüpfen. Weitere Suchrunden brachten auch keinen Erfolg.

Auch in der Nacht dachte ich immer wieder an Rosa. „Ob sie wohl ein Plätzchen zum Schlafen gefunden hat?“

Am nächsten Morgen sah das Badezimmer noch erstaunlich sauber und aufgeräumt aus. Speedy sass auf dem Duschkopf und kam schnell zu mir als er mich sah. Die kleine Rosa war also die Chaotin, die alles auf dem Boden zerstreute und mein Badezimmer täglich verunstaltete.

Unsere Hunde wollten nach draussen. Ich schloss die Haustüre auf und öffnete die Gittertür zur Dachterrasse als mich unerwartet etwas ansprang. Ich bin fast zu Tode erschrocken, aber als ich auf meine Schulter sah, entdeckte ich die kleine Rosa. Ich weiss nicht, wer von uns beiden in diesem Moment wohl glücklicher war, aber ich vermute es war meine Süsse. Speedy schnüffelte sie sofort liebevoll ab und Rosa machte sich sofort hungrig ans Frühstück.

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Nun sind die beiden wieder glücklich vereint und ich habe beschlossen, dass ich das Loch offen lasse.

Manchmal entdecke ich die beiden jetzt draussen auf dem Fenstersims.

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Zu grossen Abenteuer sind sie scheinbar noch nicht bereit, aber das Tor zur Freiheit steht offen.

Von Irène in Indien

Seit über 12 Jahren lebe ich nun bereits mit meiner Familie in Chennai, meiner neuen Heimat.

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