Sapota – Exot aus meiner neuen Heimat

Sapota

Die braune, kugelförmige Frucht Sapota und ich haben eines gemeinsam: Beide sind wir nicht aus Indien. Die exotische Frucht, die ursprünglich aus Mexico, Guatemala und Belize stammt, wurde durch die Kolonialisierung nach Asien gebracht und erreichte im späten 19. Jahrhundert Indien.

Der Breiapfelbaum, wie er in Deutsch genannt wird, hat sich in vielen Bundesstaaten Indiens verbreitet und sich scheinbar perfekt an die neue Heimat angepasst. Ich, aus dem schweizerischen Mittelland stammend, tue mich da eindeutig schwerer mit der Anpassung und dem Wurzeln schlagen.

Die Sapota-Frucht hat nun Saison. So wurde ich vor zwei Tagen von meinen Schwiegereltern mit Sapotas beglückt.

Ehrlich gesagt, bin ich mit der leicht mehligen, süßen Frucht, deren Aroma ich kaum beschreiben kann, bisher nicht wirklich warm geworden. Mit der Sapota ist es ähnlich wie mit incredible India – entweder man liebt sie oder man mag sie überhaupt nicht! Ich gehöre eher zu den Letzteren. Doch jetzt sind die Früchte reif und man muss sie konsumieren. Im Internet finde ich Rezepte für Sapota Halwa und Barfi, aber das ist mir dann doch zu viel Aufwand und ich entscheide mich für einen Milchshake. Warum nicht ausprobieren?

SapotaMilchshake
Die Sapotas schälen und mit wenig Zucker mixen. Danach kalte Milch dazugeben, kurz verrühren und mit Eiswürfeln servieren.

Die Sapota zu verschmähen, macht eigentlich keinen Sinn, denn sie hat für die Gesundheit viel zu bieten. Sie ist reich an vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn ich mir die Health Benefits im Netz durchlese, sollte man sie wirklich mehr zu sich nehmen. Sie ist ein natürlicher Entzündungshemmer, gut für die Verdauung, reich an Antioxidantien, gut für die Knochen, gut für Haut und Haar, reguliert den Blutdruck, hilft beim Abnehmen, … Eine kleine runde Wunderfrucht!

Als Milkshake freunde ich mit der Sapota etwas an, aber Chancen im Kreis meiner Lieblingsfrüchte aufgenommen zu werden, hat sie definitiv nicht.

 

Von Irène in Indien

Seit über 12 Jahren lebe ich nun bereits mit meiner Familie in Chennai, meiner neuen Heimat.

7 Kommentare

  1. Sapota habe ich hier bei uns entweder nie gesehen oder wahrgenommen. Irène, kann man die auch so als Obstbeilage essen oder lieber verarbeiten ? Die sehen weich aus, wie Apfel & Kiwi – Kreuzung 😅 hab einen schönen Tag 🌸☀️🌸

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    1. Man kann sie auch einfach so essen. Ich habe die Sapota auch erst in Indien kennengelernt. Ja, sie sind weich, mehlig, etwas zwischen Aprikose und matschigem Apfel. Man kann auch Konfitüre daraus machen. Vielleicht kriegt man sie beim Inder. LG

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      1. Ich bin manchmal unterwegs in asiatischen & indischen Läden . Was Gewürze betrifft, ist es ein Paradies . Aber Obst und Gemüse sieht oft schlecht aus, wahrscheinlich liegt es länger . Da mache ich einen großen Bogen drum, aber nächstes mal schaue ich, ob ich sapota sehe.bin neugierig .

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  2. Liebe Irene, das ist ja toll, ein ganzer Artikel über eine meiner Lieblingsfrüchte Indiens! Hier oben im Vorgebirge des Himalaya nennen wir sie Chiku. Und meine Assoziation mit ihrer Textur und ihrem Geschmack: Marzipan 🙂

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    1. Das ist ja lustig! Ja, in Hindi heißen sie Chikoo. Marzipan? So unterschiedlich können Geschmäcker sein. Marzipan mag ich nämlich sehr gerne. Dann genieße die Sapota-Saison – gesunde Energie-Booster! LG aus Südindien Irene

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