Blumenmeditation

Das Blumenmandala von heute Morgen.

Heute ein etwas außergewöhnlicher Blogbeitrag von mir. Ich liebe die Natur und vor allem Blumen. Hier in Chennai sind mir diesbezüglich große Grenzen gesetzt, denn Natur ist hier wirklich Mangelware oder schlicht nicht zugänglich. So haben wir auf meine Initiative vor etwas über 2 Jahren einen kleinen Dachgarten erschaffen. Mein Schwiegervater hat von diesem Projekt leider andere Ansichten als ich. Während ich es wild und überwuchernd mag, will er die Pflanzen am vorgesehenen Platz und nichts sollte rüberwachsen. So hat er meine Pflanzen, mein kleines Naturparadies immer wieder arg und lieblos beschnitten, was mich natürlich absolut in Rage brachte. Mein Mann hat nun mit ihm gesprochen und ich hoffe, dass ich nun wirklich mein wildes Paradies schaffen kann.

Chennai mit seinem tropischen Klima bringt zwar viele Nachteile mit sich, aber auch ein grosser Vorteil: Ich habe das ganze Jahr über schöne und wohlduftende Blüten und Blumen. Angefangen habe ich mit Blütenarrangement in Wasserschalen. Doch hier erschöpfen sich die Gestaltungsmöglichkeiten recht schnell.

So begann ich Blumenmandalas auf festem Untergrund zu legen und merkte sofort, wie wohltuend dies für mich war. Frühmorgens die Blüten zu pflücken und sie danach mit meditativer Musik oder Bhajans (heilige Lieder des Hinduismus) zu ordnen, machte mich innerlich ruhig, ausgeglichen. Es erfüllt mich mit Glück und Harmonie, wenn ich ganz konzentriert Blumenmuster entstehen lasse.

Einige Zeit ging das alles wieder vergessen. Doch jetzt in der Corona-Krise habe ich wieder angefangen.

Ich werde täglich mit so schlimmen Nachrichten überhäuft, dass ich ein Gegenzeichen setzen wollte. Meine Gedanken wieder auf etwas Schönes zu konzentrieren, bringt Ruhe in meinen Alltag.

Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht jedermanns Sache ist, aber vielleicht geht es einigen ja so wie mir. Probiert es doch einfach mal aus und lasst mich bitte wissen, ob ihr die gleichen Erfahrungen macht.

Kommt gut und gesund durch diese schwierige Zeit!

Von Irène in Indien

Seit über 12 Jahren lebe ich nun bereits mit meiner Familie in Chennai, meiner neuen Heimat.

12 Kommentare

  1. Ich freue mich immer, wenn du wieder ein neues Blumenmandala zeigst.
    Mir haben die ja im letzten Jahr (war es letztes Jahr??) Schon so gut gefallen..
    Ich würde das auch gerne hier mal versuchen, finde es aber immer sehr schade, Blüten zu pflücken und dann später zu entsorgen. Ich lass sie lieber auf der Wiese nebenan blühen. Vielleicht versucht ichs mal mit Blättern..
    LG Moni

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank liebe Moni! Mit Blättern oder Gräsern geht dies bestimmt auch. Oft brauche ich auch einzelne Blütenblätter, da braucht es nicht so viele Blumen. Ich habe hier so eine Fülle, da spielt es mir keine Rolle, ob sie auf dem Dach verwelken oder bei mir im Pooja-Raum. Ganz liebe Grüße Irène

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  2. Was für eine schöne Meditation, liebe Irene! Ich kann deinen Wunsch nach Wildwuchs gut verstehen – mit meinem wilden Garten, den auch nicht alle Nachbarn gut heißen.

    Ich habe heute eine Form der Achtsamkeitsmeditation gepostet, die ich bereits im Dezember 2018 gepostet hatte.
    Jetzt passt sie besonders gut …
    Alles Liebe dir und vor allem auch für Indien ❤
    Ma Prem Chandana

    https://monikakrampl.wordpress.com/2020/04/05/im-dezember-2018-habe-ich-den-beitrag-ich-wunsche-dir-zur-weihnachtszeit-gepostet-nun-poste-ich-ihn-noch-einmal-mit-dem-titel-ich-wunsche-dir-in-dieser-corona-zeit/

    Gefällt 1 Person

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