Kathi Rolls – Wraps nach indischer Art

Das in Kolkata (Westbengalen) beheimatete Street-Food-Gericht ist inzwischen in ganz Indien bekannt und sehr beliebt. Ursprünglich war es ein Kebab, der in ein Paratha-Fladenbrot eingewickelt wurde. Doch inzwischen haben sich unzählige und natürlich auch viele vegetarische Varianten entwickelt. Heutzutage wird jede Füllung, die in ein indisches Fladenbrot eingewickelt ist, als Kathi Roll bezeichnet.

Mein Sohn und ich lieben sie. Was ich daran wirklich toll finde: Man kann die Füllung je nach Vorliebe anpassen. Wir leben vegetarisch und mögen die Kathi Rolls mit Gemüse und Paneer. Du kannst unser Rezept also ganz einfach mit deinen Lieblingszutaten zubereiten, ergänzen oder nach Belieben verändern. Zum Beispiel mit Peperoni, Erbsen, Kohl, Kartoffeln, Rührei, Käse, Chutneys… Wer Fleisch isst, hat natürlich noch mehr Varianten. Kinder lieben Kathi Rolls. In Indien werden sie oft als School-Lunch eingepackt. Manches Kind, das bei Gemüse nur die Nase rümpft, isst dies schön gerollt in einem Fladenbrot problemlos.

Zutaten für den Chapati-Teig:

  • Atta Mehl (sehr fein gemahlenes Weizenvollkornmehl)

Ich habe verschiedene Sorten ausprobiert und bin dann an bei Aashirvaad hängen geblieben. Das richtige Mehl zu finden, ist wichtig für ein gutes Gelingen. Es lohnt sich, im indischen Fachhandel richtiges Atta-Mehl zu kaufen.

  • Salz
  • Öl
  • lauwarmes Wasser

Ich verlinke euch hier mein Chapati-Rezept. Oft brauche ich nicht den ganzen Teig. Diesen kann man im Kühlschrank problemlos zwei Tage lagern und später verwenden.

https://meinlebeninindiendotblog.com/2021/06/01/chapati-das-indische-fladenbrot/

Zutaten für die Füllung (ungefähr 6-8 Chapatis):

  • 2 mittelgrosse Zwiebeln klein geschnitten
  • 2 kleine Tomaten klein geschnitten
  • 1-2 Karotten klein geschnitten
  • 1 grüne Chili kleingeschnitten
  • 150- 200 g Paneer klein geschnitten (indischer Frischkäse)

Paneer ist indischer Frischkäse. Du kannst ihn im indischen Fachhandel kaufen oder einfach selbst herstellen. Hier findest du die Anleitung zum Selbermachen:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/11/19/paneer-indischer-kaese-selbst-gemacht/

  • Salz
  • 1 TL Garam Masala
  • ¼ bis ½ Chilipulver
  • ½ TL Kurkuma (Gelbwurz)

Für das Tempering, das hier am Anfang zubereitet wird:

  • 2 EL Öl
  • ½ TL schwarze Senfsamen
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • ½ TL halbierter Urad-Dal

Tempering oder auf Tamil Thalippu ist eine in der indischen Küche weit verbreitete Methode, bei der ganze oder gemahlene Gewürze in heißem Öl oder Ghee (geklärte Butter) erhitzt werden und die Mischung einem Gericht zugesetzt wird.

  • Klein geschnittene Kräuter wie Minze oder Koriander passen auch toll dazu. Diese hatte ich grad nicht im Haus.

Zubereitung:

  • 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel), ½ TL schwarze Senfsamen und ½ TL halbierter Urad Dal rösten, bis die Senfsamen springen.
  • Die grüne Chili und die Zwiebeln zugeben und andünsten, bis die Zwiebeln leicht braun werden.
  • Die Tomaten zugeben und kurz mitkochen.
  • Die Karotten und den Paneer dazugeben und auf kleiner Stufe mitköcheln lassen.
  • Je nach gewünschter Schärfe 1 TL Garam Masala, ¼ bis ½ TL Chilipulver und ½ TL Kurkuma (Gelbwurz) zugeben. Das Ganze mit rund 1 TL Salz abschmecken.
  • Das Ganze auf kleiner Stufe ungefähr 5 Minuten köcheln lassen und auf die Seite zum Abkühlen stellen. Die Füllung sollte man nur abgekühlt verwenden, ansonsten reißt das Chapati beim Rollen ein.
  • Chapati zubereiten. Wenn es gebacken ist, rund 2 EL Füllung auf dem Fladenbrot verteilen, rollen und servieren.

Wenn man möchte, kann man das Wrap mit einem Zahnstocher schließen. Ich mache dies jedoch nie. Ich schneide sie in die Hälfte und serviere sie so. Meistens mache ich mehrere Kathi Rolls und lege diese zum Warmhalten in ein Hotpack.

Gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Von Irène in Indien

Seit über 12 Jahren lebe ich nun bereits mit meiner Familie in Chennai, meiner neuen Heimat.

9 Kommentare

      1. Das wird irgendwann so kommen Irène 😉

        Aber ich würde die Datei dann eher an ein India-Restaurant hier in der Nähe schicken. Die können es dann drucken und mir über einen Indischen Fahrer mit Wärme-Box nach Hause bringen. Damit es auch schön authentisch ist …

        Gefällt 1 Person

      2. 🤣 – meine Datei auszudrucken ist dir wohl nicht authentisch genug? Es wäre sehr verlockend dir noch 2 extra Chilis rein zuschnippeln 😉! Aber wer weiß- vielleicht verschlägt es dich mal nach Chennai. Liebe Grüße Irène

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