Kulfi – indisches Ice Cream

Wer schon mal in Indien war, der kennt Kulfi bestimmt. Das gefrorene süße Eis schmeckt nach Sahne, Nüssen, Safran und Kardamom. Ein wunderbarer, krönender Abschluss für ein indisches Essen. Ich liebe Kulfi sehr und bin immer etwas enttäuscht, wenn ich es nicht auf der Speisekarte finde.

Kulfi selber machen? Das wollte ich unbedingt mal ausprobieren. Meine Freundin Lakshmi hat ihr altes Familienrezept mit mir geteilt und ich habe mich sofort an die Arbeit gemacht. Ich bin begeistert! Die Zubereitung braucht zwar viel Zeit und Geduld, aber das lange Warten lohnt sich wirklich.

Meine liebe Freundin hat mir auch erlaubt, das Rezept ihrer lieben Großmutter mit euch zu teilen. Herzlichen Dank Lakshmi!

Zutaten:

  • 3 Liter Vollmilch
  • 75 g Mandeln
  • 60 g Cashew-Nüsse
  • 250 g Palkova / Doodh Peda

Palkova oder Doodh Peda ist mit Zucker eingedickte Milch und wird in Indien als Dessert serviert. Es ist eine sehr reichhaltige köstliche Süßigkeit. Palkova kann man sehr leicht zu Hause machen, aber es braucht dafür viel Zeit. Im Internet findet ihr viele Anleitungen dafür. In Indien kann man Palkova vielerorts kaufen. Ich denke, dass ihr es auch im indischen Fachhandel kaufen könnt.

  • 400 g braunen Zucker
  • Safran
  • ev. Kardamom-Pulver
  • Etwas gehackte Nüsse, eventuell auch ganze Nüsse als Dekoration beim Servieren

Zubereitung:

  • 3 Liter Vollmilch zum Kochen bringen und auf mittlerer Stufe so lange kochen lassen, bis sich die Menge halbiert. Dabei die Milch immer wieder etwas umrühren, damit am Pfannenboden nichts anbrennt. Dies ist eine langwierige Sache. Bei mir hat es ganze zwei Stunden gebraucht, bis endlich noch 1,5 Liter Milch übrig waren.
  • Mit etwas gekochter Milch zusammen die Nüsse (75 g Mandeln und 60 g Cashew-Nüsse) pürieren.
  • 250 g Palkova mit etwas gekochter Milch anrühren, sodass es sich in der Milch auflöst und flüssig wird.
  • 400 g brauner Zucker in etwas gekochter Milch auflösen, sodass der Zucker sich auflöst und flüssig wird.
  • Alles zur reduzierten Milch (1,5 Liter) dazugeben und gut umrühren. Je nach Geschmack Safranfäden und Kardamom-Pulver dazugeben. Gut umrühren und in Schälchen abfüllen. Es gibt eine recht große Menge. Ich habe insgesamt 12 Schälchen, und eine Cakeform gefüllt.
  • Die Schälchen etwas abkühlen lassen und danach ins Gefrierfach stellen. Es braucht rund 12 Stunden bis alles gefroren ist.
  • Vor dem Servieren etwas heisses Wasser über Schälchen gießen, stürzen, mit gehackten Nüssen dekorieren und servieren.

Einen guten Appetit!

Von Irène in Indien

Seit über 12 Jahren lebe ich nun bereits mit meiner Familie in Chennai, meiner neuen Heimat.

6 Kommentare

  1. Hallo Irène,
    meinst du man koennte auch ungesuesste Kondensmilch nehmen und 1/4 der Menge an Wasser hinzugeben, statt die Milch selbst einzukochen? Theoretisch sollte es aufs Gleiche hinauskommen – Milch mit 50% reduziertem Wassergehalt. Aber ich weiss nicht, ob ich etwas in meiner Milchmaedchenrechnung uebersehe. 😉
    Vielen Dank fuer das sehr appetitliche Rezept und einen lieben Gruss nach Chennai!
    Luisa

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    1. Hallo Luisa,
      Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich brauche nie Kondensmilch. Vielleicht musst du es einfach ausprobieren. Dies ist das Hausrezept von der verstorbenen Großmutter meiner Freundin. Es braucht halt einfach Zeit und wenn man Palkova noch selber macht, dann noch mehr. Ich finde, dass sich der Zeitaufwand lohnt.
      In einigen Rezepten findest du tatsächlich Kondensmilch- das geht wohl schneller.
      Viel Glück und Erfolg beim Experimentieren und liebe Grüße nach Kanada 🇨🇦

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      1. Liebe Irène,
        ich habe schon ein wenig nach Palkova Rezepten im Internet gestoebert und wenn man mit gezuckerter Kondensmilch startet und ein wenig Ghee und Quark hinzugibt, spart man auch da Stunden an Zubereitungszeit. Ist vielleicht nicht ganz authentisch, aber ansonsten mach ich es nicht, in der kalten Jahreszeit moechte ich kein unnoetiges Kondenswasser in der Luft haben, was an den Fensterscheiben gefriert.
        Viele Gruesse aus dem herbstnebligen Whitehorse,
        Luisa

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      2. Lass mich wissen, wie es gelungen ist! Hier sehe ich immer nur diese fürchterlich süße Kondensmilch von Nestle- und die boykottiere ich soweit wie möglich. Freue mich schon auf herbstliche Bilder in deinem nächsten Blogbeitrag!

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    1. Ja, das ist wahr. Die Grossmütter hatten wohl mehr Zeit für solche Dinge. Obwohl es tatsächlich eine grosse Portion gibt, die etwas länger hinhält. Eigentlich ist es nicht so viel Arbeit. Man muss nur warten und zwischendurch die Milch umrühren. Liebe Grüsse nach Berlin Irène

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