Bangen und Hoffen

Anstrengende und schwierige Tage liegen hinter uns. Zum 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, wurden wir mit Sorgen beschert. Kurz nach sieben Uhr morgens klingelte meine Schwiegermutter Sturm und ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Prabhu war schon aus dem Haus, weil er einen wichtigen Geschäftstermin hatte. Als ich im unteren Stock ankam, fand ich meinen Schwiegervater in einem erbärmlichen Zustand vor. Er war ganz schwach, seine Sprache stark beeinträchtigt und verlangsamt. Ich dachte sofort an einen Hirnschlag und reagierte sofort. Prabhu organisierte mir die Ambulanz und ich überzeugte meine Schwiegereltern, dass wir umgehend ins Spital müssten. Mein Schwiegervater sträubte sich zuerst, meinte er wolle noch warten und meine Schwiegermutter wiederholte ständig: „No ambulance, no ambulance!“  Die Gute wollte unbedingt Aufsehen in der Nachbarschaft vermeiden. Doch die Ambulanz war schnell vor Ort und ich fuhr hinten neben der Liege mit meinem Schwiegervater mit Blaulicht ins Spital.